Pfand neu gedacht: butterfly & elephant investiert in das Startup Borro

Das Borro-Gründerteam: Kasper Albers, Niels Willems und Glenn Verhaege

Das Borro-Gründerteam: Kasper Albers, Niels Willems und Glenn Verhaege

butterfly & elephant, die Beteiligungsgesellschaft von GS1 Germany, investiert in Borro. Das Brüsseler Startup hat eine patentierte, digitale Pfandinfrastruktur für Mehrwegbecher in hochfrequentierten Umgebungen wie Stadien und Eventlocations entwickelt. Ziel ist es, Rückgabeprozesse einfacher, wirtschaftlicher und für Besucher:innen reibungsloser zu gestalten.

Digitales Pfand für Hochfrequenzumgebungen

Borros Lösung setzt auf einen softwarebasierten Ansatz, bei dem 2D-Codes und kamerabasierte Rückgabetechnologie kombiniert werden. Am Point of Sale wird jeder Mehrwegbecher über einen unsichtbaren 2D-Code direkt registriert und mit dem Bezahlvorgang verknüpft. Bei der Rückgabe erkennt ein intelligenter Rückgabepunkt den Becher per Kameratechnologie – auch im gestapelten Zustand – und löst die Rückerstattung automatisch binnen weniger Sekunden aus. Für Besucher:innen bedeutet das schnellere Rückgabeprozesse ohne App und Warteschlangen, während für Veranstaltungsorte zugleich Personalbedarf, operativer Aufwand und Betrugsrisiken sinken. Dass dieser Ansatz im Hochbetrieb funktioniert, zeigt unter anderem der Einsatz beim belgischen Fußballverein Club Brugge: Dort werden pro Heimspiel mehr als 45.000 Becher verarbeitet, bei einer durchschnittlichen Rückgabequote von 93 Prozent. 

„Wir haben gezeigt, dass digitales Pfand sogar dort funktioniert, wo viele Menschen in kurzer Zeit bedient werden müssen“, sagt Co-Founder Glenn Verhaege, der Borro gemeinsam mit Kasper Albers und Niels Willems gegründet hat. „Der nächste Schritt ist, Borro über einzelne Venues und Märkte hinaus weiterzuentwickeln. Genau dafür ist der Schulterschluss mit butterfly & elephant für uns so wichtig, damit das über global etablierte Standards möglich wird.“

Standards für den nächsten Wachstumsschritt

Mit der Ausweitung auf weitere Märkte und Einsatzfelder wachsen auch die Anforderungen an Interoperabilität. Sobald digitale Pfandsysteme nicht mehr nur in einzelnen Stadien oder Eventlocations, sondern in größeren, vernetzten Ökosystemen funktionieren sollen, braucht es eine gemeinsame Sprache für den Datenaustausch. Borro setzt dafür in der nächsten Wachstumsphase auf GS1 Digital Link und Electronic Product Code Information Services (EPCIS). Während GS1 Digital Link die eindeutige Identifikation über digitale Touchpoints hinweg ermöglicht, schafft EPCIS die Grundlage, Rückgabe- und Bewegungsdaten standardisiert zwischen verschiedenen Systemen auszutauschen. So kann Borro seine digitale Pfandinfrastruktur über einzelne Einsatzorte hinaus ausbauen, ohne für jeden Partner und jeden Markt eigene Datenmodelle aufsetzen zu müssen.

„Borro zeigt, wie sich ein vertrauter Mechanismus in eine digitale Hochfrequenzanwendung übersetzen lässt. Für uns ist das besonders relevant, da hier ein realer Use Case auf die nächste Stufe von Standardisierung trifft. Genau solche Verbindungen brauchen wir, damit aus Innovationen belastbare Lösungen für größere Märkte werden können“, kommentiert Benjamin Birker, Managing Director bei butterfly & elephant.

 

Bildmaterial:

1. Das Borro-Gründerteam von links nach rechts: Kasper Albers, Niels Willems und Glenn Verhaege – Bildrechte: Loic Meulenberg

2. Intelligenter Rückgabepunkt im Einsatz – Bildrechte: Borro BV 

3. Rückgabe gestapelter Mehrwegbecher am Rückgabepunkt – Bildrechte: Borro BV

4. Benjamin Birker, Managing Director butterfly & elephant - Bildrechte: butterfly & elephant

 

Pressekontakt:

GS1 Germany GmbH
Marie Euler
Manager Corporate Communications
Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln
Telefon: +49 170 7009027
E-Mail: marie.euler@gs1.de